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Die Aufforderung zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung kommt oft unvermittelt. Ein Brief der Fahrerlaubnisbehörde – manchmal nur wenige Zeilen – und plötzlich steht vieles auf dem Spiel: der Führerschein, die tägliche Mobilität, in manchen Fällen auch der Beruf.
Was dann folgt, sind Fragen. Viele Fragen. Was wird bei der MPU eigentlich geprüft? Wie lange dauert eine Vorbereitung? Muss ich einen Kurs besuchen? Was kostet das? Und: Was passiert, wenn es nicht klappt?
MPU Direkt ist ein unabhängiges Informationsportal. Wir verkaufen keine Kurse und vermitteln keine Berater. Unser Ziel ist neutrale, sachliche Information – damit Sie selbst fundiert entscheiden können, wie Sie mit Ihrer Situation umgehen.
Diese Seite ist Ihr zentraler Einstiegspunkt. Sie finden hier einen strukturierten Überblick über alle relevanten Aspekte. Die Details finden Sie auf den verlinkten Ratgeber-Seiten.
Für wen ist dieser Ratgeber?
Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Aufforderung zur MPU erhalten haben – unabhängig vom Anlass. Ob Alkohol, Drogen, Cannabis oder zu viele Punkte: Der grundsätzliche Ablauf der MPU ist immer ähnlich, die inhaltlichen Anforderungen unterscheiden sich erheblich.
Wann brauche ich überhaupt eine MPU?
Eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet – nicht automatisch, sondern wenn bestimmte Anlässe vorliegen. Die häufigsten Gründe:
Alkohol am Steuer:
- Ab 1,6 Promille Blutalkohol: MPU fast immer
- Ab 0,5 Promille bei Ersttätern mit Unfall oder weiteren Umständen: MPU möglich
- Wiederholung: MPU in der Regel automatisch
Drogen und Cannabis:
- Nachweis von Drogenkonsum im Straßenverkehr
- Regelmäßiger Konsum, der die Fahrtüchtigkeit beeinflusst
- Kombinationskonsum
Punkte in Flensburg:
- Entzug der Fahrerlaubnis bei 8 Punkten
- MPU-Pflicht vor Neuerteilung je nach behördlicher Anordnung
Wichtig: Die MPU ist keine Strafe, sondern eine Eignungsfeststellung.
Die häufigsten Fragen und Probleme
- Wie lange dauert eine Vorbereitung auf die MPU?
- Muss ich einen MPU-Kurs besuchen?
- Was kostet die MPU insgesamt?
- Was passiert, wenn ich die MPU nicht bestehe?
- Wie oft darf ich die MPU wiederholen?
- Kann ich die MPU ablehnen?
- Wie hoch ist die Erfolgsquote?
Überblick: Alle wichtigen Unterthemen zur MPU-Vorbereitung
MPU Ablauf: Was bei der Untersuchung wirklich passiert
Eine MPU besteht aus drei Teilen: medizinische Untersuchung, Leistungstests und das psychologische Gespräch. Der anspruchsvollste Teil ist das Gespräch mit dem Verkehrspsychologen.
→ Ratgeber: MPU Ablauf – Was Sie bei der Untersuchung erwartet
MPU Kosten: Was Vorbereitung und Untersuchung kosten
Die Untersuchung selbst kostet je nach Begutachtungsstelle zwischen 400 und 800 Euro. Hinzu kommen Vorbereitungskosten. Wer wegen Alkohol eine MPU absolvieren muss und Abstinenznachweise benötigt, kommt schnell auf 1.000 bis 2.000 Euro Gesamtkosten.
→ Ratgeber: MPU Kosten – Was Sie einkalkulieren müssen
Ihr Anlass bestimmt Ihren Weg: Die Ratgeber nach MPU-Grund
Die inhaltlichen Anforderungen hängen stark davon ab, was den Anlass gegeben hat. Deshalb haben wir für jeden Anlass einen eigenen Ratgeber:
→ Ratgeber: MPU Alkohol – Was Betroffene wissen müssen
→ Ratgeber: MPU Drogen – Vorbereitung bei illegalem Drogenkonsum
→ Ratgeber: MPU Cannabis – Alles zur MPU nach Cannabiskonsum
→ Ratgeber: MPU Punkte – MPU wegen Punkten in Flensburg
Häufige Fragen zur MPU-Vorbereitung
Wie lange dauert eine MPU-Vorbereitung? Das hängt stark vom Anlass ab. Wer wegen Alkohol vorbereiten muss, braucht in der Regel mehrere Monate – unter anderem für Abstinenznachweise. Als Richtwert: mindestens drei bis sechs Monate bei komplexen Anlässen.
Muss ich einen MPU-Kurs besuchen? Nein. Ein Kurs ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Es gibt verschiedene Formen der Vorbereitung – Einzel-Coaching, Gruppenkurse, Online-Kurse oder eigenständige Vorbereitung.
Was passiert, wenn ich die MPU nicht bestehe? Das Gutachten wird an die Fahrerlaubnisbehörde übermittelt. Die Fahrerlaubnis bleibt entzogen. Nach einer Wartezeit können Sie einen neuen Versuch unternehmen.
Kann ich mich selbst vorbereiten? Ja, bei unkomplizierten Fällen – besonders bei Punkte-MPU. Bei suchtbezogenen Anlässen oder nach einem negativen Gutachten ist professionelle Begleitung in der Regel sinnvoller.
Kann ich die MPU ablehnen? Ja. Eine Teilnahme ist nicht erzwingbar. Wenn Sie jedoch nicht erscheinen oder ablehnen, zieht die Behörde in der Regel den Schluss, dass Sie das Gutachten nicht bestehen würden.
Fazit
Die MPU ist eine Herausforderung – aber keine, der man hilflos ausgeliefert ist. Wer versteht, was bewertet wird, geht mit einem anderen Gefühl in die Untersuchung.
ℹ️ MPU Direkt ist ein neutrales Informationsportal. Wir haben keine Interessenbindung an Anbietern, Kursformaten oder Begutachtungsstellen.