Kurz eingeordnet
Für die MPU gibt es keine einheitliche Abstinenzdauer, die für alle Fälle gilt. Welcher Nachweiszeitraum nötig ist, hängt von der fachlichen Einordnung deiner Konsumvorgeschichte und der erforderlichen Veränderung ab. Kläre zunächst, ob Abstinenz nachzuweisen ist, und plane erst danach Dauer und Durchführung der Nachweise.
Herkunft und Quellenbezug
Die Fragestellung wurde anonymisiert und redaktionell aus mehreren öffentlich zugänglichen Diskussionen gebündelt.
Einordnung aus der Praxis
Stelle zunächst zusammen, welche Nachweise du bereits hast und auf welchen Zeitraum sie sich beziehen. Lass offene Abschnitte und die weitere Planung gemeinsam prüfen. Frage nach einer nachvollziehbaren Begründung, wenn unterschiedliche Stellen dir unterschiedliche Zeiträume nennen.
Eine Zahl kann Sicherheit versprechen, obwohl die eigene Veränderung damit noch nicht beschrieben ist. Halte fest, was sich im Alltag tatsächlich geändert hat und wo du weiterhin Unterstützung brauchst. Das hilft, die Zeit der Vorbereitung sinnvoll zu nutzen, statt sie nur als Wartefrist zu erleben.
Geplante Programmlaufzeit, belegte Abstinenz und Stabilität einer Veränderung sind nicht dasselbe. Eine allgemeine Dauerempfehlung ohne Einordnung des Falls kann diese Unterschiede verdecken. Auch Angaben aus einem Cannabisfall lassen sich nicht einfach auf eine Alkoholproblematik übertragen.