Promille & Anordnung

Kann eine Alkoholfahrt mit rund 1,3 Promille zu einer MPU führen, und welche weiteren Umstände sind entscheidend?

Kurz eingeordnet

Eine MPU ist bei rund 1,3 Promille möglich, aber der Wert allein entscheidet nicht. Zusätzliche Tatsachen und die Vorgeschichte können relevant sein. Prüfe deshalb, worauf die Fahrerlaubnisbehörde ihre Anordnung im konkreten Fall stützt.

Herkunft und Quellenbezug

Die Fragestellung wurde anonymisiert und redaktionell aus mehreren öffentlich zugänglichen Diskussionen gebündelt.

Quelle: GutefrageOriginaltitel: MPU bei 1,28 PromilleOriginalquelle öffnen
Weitere 1 Quellen

Einordnung aus der Praxis

Marco SchleehuberPraxis & Vorbereitung

Erstelle eine kurze Übersicht über den aktuellen Vorfall und frühere fahrerlaubnisbezogene Vorgänge. Kennzeichne dabei, welche Unterlagen tatsächlich vorliegen. Gerade bei unterschiedlichen früheren Auffälligkeiten hilft diese Übersicht, die konkrete Fragestellung zu klären, ohne aus einem ähnlichen Promillewert auf dasselbe Verfahren zu schließen.

Kurt StranzKriterien & fachliche Einordnung

Zwei Fälle mit ähnlichem Messwert können sich in ihrer Vorgeschichte deutlich unterscheiden. Vergleiche deshalb nicht nur die Zahl, sondern auch die dokumentierten zusätzlichen Umstände. Eine frühere MPU in einem anderen Zusammenhang ist weder automatisch bedeutungslos noch für sich allein eine vollständige Erklärung der neuen Anordnung.